Der Bau des Stadions begann 1922 auf dem Gelände eines alten Schießstan- des. Für den gesamten Bau wurden zum damaligen Zeitpunkt 4,5 Millionen Gold-mark investiert. Als das Stadion im Mai 1925 anlässlich der Ersten Internationalen  Arbeiterolympiade  fertiggestellt und ein-

Waldstadion um 1925

geweiht wurde, fasste es 35.000 Zuschauer. In den  Jahrzehnten danach wurde die Arena mehrfach erweitert und erreichte mit einem Fassungs-vermögen von fast 90.000 Plätzen in den 50er Jahren ihren Höhepunkt - allerdings waren dies überwiegend Stehränge. Den wohl ewigen Be-sucherrekord hält übrigens mit 81.000 das Gruppenspiel der Oberliga Süd gegen den FK Pirmasens am 23. Mai 1959. wobei diese Zahl aber 1960 auf 70.000 reduziert wurde. Der Umbau für die WM 1974 kostete schon damals ca. 25 Millionen DM. Nach dem Umbau hatte das Stadion noch ein Fassungsvermögen von 61.000 Zuschauern, da die alte Haupt-tribüne zu Bruch ging.

umgebautes Stadion um 1955

Nach der WM 1974 wurde eine Drainage und eine Rasenheizung angelegt, denn welcher Fußballfan erinnert sich nicht an die Wasserschlacht zwischen Deutschland und Polen bei der WM 1974. Nun gab es einige Jahre Umbaupause, doch zur EM 1988 folgte ein  weiterer Umbau,  bei dem

der Höhepunkt die neue Farb-Video-Anzeigetafel war.  

Das Waldstadion war Austragungsort für zahlreiche herausragende Ereignisse: Beispielsweise ein WM-Kampf von Karl Mildenberger gegen Muhammad Ali, Livekonzerte von Madonna oder Prince vor über 60.000 Fans, WM/EM-Länderspiele, Leichtathletikeuropacups und Kirchentage.

Auch um die eigentliche Betonschüssel herum wurden einige Sportstätten konzen- triert. Dazu gehören u.a. die (inzwischen abgerissene) Radrennbahn, die Schau- platz legendärer Sechstage- und Steher- rennen war, eine Tennisanlage und das in den 90ern  modernisierte Stadion-Freibad,

das altehrwürdige Waldstadion

dessen Jugendstilarchitektur  bis heute erkennbar geblieben ist.


WALDSTADION FÜR IMMER UND EWIG !


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