|
|
Eintausendneunhundertneunundneunzig
Jahre nach der Nie- derkunft der Hl. Jungfrau beschlossen ein paar
Fußballverrückte aus dem Raum Wiesbaden einen Fanclub zu gründen... |
|
Die "Bombeleescher
Wiesbaden" - so der Name - entstanden pünktlich zum 100. Geburtstag
uns- erer Frankfurter Eintracht. Schnell gab es eine Homepage,
Doppelhalter und die obligatorisch- en Pullis. Schon
bald darauf jedoch beschied der Funke des Ultragedanken den Bombelee-
scher ein frühes Ende, verursacht durch die auf- flammende Begeisterung
die den neuen Ein- flüssen zuteil wurde. Letztlich eine
Mentalitäts- frage, an der sich die Geister zu scheiden be- gannen und
mit ihnen die
Bombeleescher Wi. |

|
| Eine Spaltung
der Gruppe war nicht abzuwenden! |
|
Aus der Mitte der sich
auflösenden Bombeleescher entsprang - getra- gen von denjenigen die dem
Ultragedanken fortan verhaftet bleiben sollten - der Wunsch, das Erbe der
Bombeleescher in sofern weiterzu- tragen, als dass man das kreative
Potential der Einzelnen wieder bün- deln wollte; jetzt aber im Zeichen
der Ultras!
|
|

|
An die Neukonstituierung der Gruppe, mit Na- mensgebung, Selbstfindung und ersten
Aktio- nen, schloss sich eine Phase der Passivität an, die auf den individuellen
Problemen der Mit- glieder fußte, deren Leben sich - gleich der Fan- szene in
Frankfurt - im Umbruch befand. Die DR- OOGS konnten damals die hohen Erwartungen der
Außenstehenden
vorerst nicht erfüllen und die Gruppe wurde als solche kaum aktiv. |
|
Wenn sich
einige Mitglieder dazu entschlossen etwas zu tun, dann machten sie dass ohne
Bezug zur Gruppe, meistens für oder im Namen von Ultras Frankfurt, wo bis Ende
2001 alle DROOGS Mitglied waren. |
|
Schon im Spätherbst
2000 kam dann die erneute Wende: die DROOGS machten endlich da weiter, wo
sie im Jahr zuvor aufgehört hatten. Aktiver als je zuvor agierte die
Gruppe in der Frankfurter Fanszene. In der Nachbetrachtung war diese
Entwicklung sicherlich das Beste, was passieren konnte, weil die
ungebetenen und wenig hilfreichen Vorschusslorbeeren und Lobpreisungen
von einigen Leuten aus der Szene nun verhallt waren und wir frei von
irgendwelchen fixen Ideen und unsinnigem Geschreibsel unsere Gruppe mit
all dem beleben konnten, was wir für richtig hielten. Seither sind die
DROOGS ein aktiver und fester Bestandteil der Frankfurter Fan- und Ultraszene.
|

|
Im Jahr 2001 beschlossen
die DROOGS dabei zu bleiben, nicht wahllos neue Mitglieder aufzunehmen um
den Charakter der Gruppe zu be- wahren. Eine aktive Mitgliedschaft sollte
im Vordergrund stehen, die quantitative Entwicklung dahinter zurück. Ziel
war es, die Beweglichkeit der Gruppe und die Fähigkeit zur
Entscheidungsfindung aufrecht zu erhalten. Karteileichen oder passive
Mitglieder sollte es bei den DROOGS nicht geben. Eine Entscheidung, die
bis heute steht und sich als richtig erwiesen hat. Trotz dieser
Entscheidung, die auch dazu führte, dass wir einige Mitglieder, mit denen
uns über- wiegend auch heute noch ein freundschaftliches Verhältnis verbindet, dazu bewegten, die
Gruppe zu
verlassen, konnten wir auch in den Saisons 2001/2002 sowie 2002/2003 weitere
aktive Mitglieder hinzugewinnen, was letztlich auch unsere Position
innerhalb der Frankfurter Fanszene weiter stärkte. |
| In den Saisons 2003/2004
und 2004/2005 entwickelten sich vor allem die DROOGS-Busse von einem
Geheimtipp zu einer beliebten Anlaufstelle für Auswärtsfahrten.
Die DROOGS waren in dieser Zeit außerdem an
der Vorbe-reitung und Durchführung aller Choreographien beteiligt und darüber
hinaus gab es gele- gentlich auch eigene Aktionen. Die Verant-wortung für die
Frankfurter Kurve und die |

|
| Eigeninitiative zeichnen die Gruppe seither aus. |
|
|
Auch in den abgelaufenen
Spielzeiten waren die DROOGS stets aktiv und haben durch besser
verteilte Verantwortlich- keiten innerhalb der Gruppe noch effizienter
und intensiver arbeiten können. Die Beteiligung an der Vorbereitung,
Finanzierung und Durchführung des erstmals veranstalteten
antirassistischen Turniers in Frankfurt-Rödelheim erforderte viel Zeit
und war für die Gruppe ein Highlight des Jahres 2006, das in sportlicher
Hinsicht auch durch eine tolle Leistung der Mannschaft von Eintracht
Frankfurt geprägt wurde, die uns die Teilnahme am deutschen Pokalfinale
bescherte. |
|
Erwähnt
werden sollte vielleicht, dass gesellschaftspolitische Engage- ment, vor
allem gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, dass im- mer
mehr Gewicht in unserer Gruppe gewonnen hat. Das besondere der DROOGS
liegt sicherlich in einer gemeinsame Wertevorstellung, gegenseitigem
Respekt und dem freundschaftlichen Umgang mitein- ander. Jeder kennt die
Stärken und Schwächen der anderen und nie- mand muss irgendwem etwas
beweisen. |

|
Die DROOGS im August 2006 |
|
|