A Clockwork Orange (deutsch: Uhrwerk Orange) ist ein 1962 veröffentlichter Roman von Anthony Bur- gess, der später auch als Vorlage für Stanley Kub- ricks gleichnamigen Film aus dem Jahre 1971 dien- te. Der Titel ist vermutlich von einer Cockney-Rede- wendung für etwas sehr Seltsames inspiriert: "as qu- eer as a clockwork orange". Andere behaupten, es käme vom malaiischen Wort "orang" was soviel wie Mensch - also dann Uhrwerk Mensch - bedeutet.

A Clockwork Orange ist eine schockierende Montage pervers-ästhet- ischer Gewaltszenen, eine böse, zynische Farce über die Auflehnung gegen die bürgerliche Ordnung, eine Anklage gegen den Staatsappa- rat, der Außenseiter durch medizinische Manipulationen gleichschal- tet und ein Plädoyer für die bedingungslose individuelle Freiheit !


Inhalt

Alexander DeLarge ist ein 15-jähriger Junge, der in der nahen Zukunft in Großbritannien lebt. Mit seiner Gang ("Droogs") streunt er durch die Gegend, verprügelt harmlose Passanten, stiehlt und vergewaltigt. 

Zum aufheizen trinkt die Gang jeweils "Milch-Plus" (Milch mit synthetischen Drogen) in der "Korova Milchbar", ein kaltes bedienungslos- es Designerlokal. Sie verständigen sich in ein- er wild durchmischten Kunstsprache, Nadsat. Alex besitzt  neben der Gewalt  noch eine an-

dere Passion: Beethoven. Er vergöttert den Komponisten und lässt sich durch seine Musik zu weiteren Gewalttaten anstiften.

Auf einem ihrer Streifzüge kommen sie spät Abends zu einer abgele- genen Designervilla. Durch eine Lüge werden sie dort hereingelassen. Mit phallischen Nasen maskiert fesseln sie den anwesenden Schrift- steller Mr. Alexander und vergewaltigen vor seinen Augen seine Frau. Am  nächsten Tag  erkennen die  Gangmitglieder  Alex'  Autorität nicht 

mehr an. Er bestraft sie daraufhin gewaltsam und die Hierarchie scheint wieder klar zu sein. Alex ist einverstanden, mit ihnen der Kunst- sammlerin Mrs. Weathers einen Besuch abzu- statten. Sie fällt aber nicht auf Alex′ Lüge her- ein und öffnet  die Türe nicht.  Während dieser

dieser durch das Obergeschoss ins  Haus eindringt, alarmiert sie die Polizei. Alex erschlägt Mrs. Weathers nach einem Kampf mit einer riesigen Penis- plastik. Als er fliehen will, schlagen ihn seine "Droogs" nieder; er fällt der Polizei in die Hände.

Auf dem Polizeirevier wird er geschlagen und von seinem Sozialarbei- ter bespuckt. Er erhält 14 Jahre Haft wegen Mordes und gelangt in ein brutal geführtes Gefängnis. Dort hat er bald nur noch einen Gedanken: er will raus! Dazu schmeichelt er sich beim Gefängnispfarrer ein und verhält sich vorbildlich und unterwürfig. Nach zwei Jahren erhält er ei- ne Möglichkeit: die Regierung sucht Kriminelle, um sie durch die soge- nannte "Ludovico-Technik"  zu heilen. Alex scheint  geeignet dafür und

ist trotz Warnung des Pfarrers damit einverstanden. Er wird gezwungen, sich unter Medikamenten bruta- le Filmsequenzen anzusehen. Der Spass daran ver- geht ihm schnell, da das Medikament starke Angst- zustände und Übelkeit hervorruft. Durch das ständi- ge Wiederholen dieser zermürbenden Methode wird Alex gegen Gewalt, Sex und - ungewollt - Beetho- ven allergisiert. Für die Regierung ist er somit ge- heilt. Das Täter-Opfer-Verhältnis dreht sich nun um: wieder  in  Freiheit,  wird  Alex von  seinen  früheren

Opfern  verprügelt.  Seine Bandenmitglieder wurden zu Polizisten und ertränken ihn fast. Am Schluss landet er im Haus von Mr. Alexander. Dieser erinnert sich zuerst nicht an ihn und gewährt ihm Gastrecht. Doch Alex verrät sich durch ein Lied, dass er beim letzten Besuch ge- sungen hat. Mr. Alexander rächt sich, indem er Alex in ein Zimmer ein- schliesst und Beethoven abspielt. Dieser sieht nur noch einen Weg, die- sen Qualen zu entkommen und springt aus dem Fenster. Durch Glück überlebt er. Die Ludovico-Therapie wird wieder rückgängig gemacht, da der amtierende Minister durch Mr. Alexander politisch unter Druck geriet. Alex ist "geheilt" und schwelgt wieder in Gewalt- und Sexphan- tasien, diesmal aber unterstützt und kontrolliert durch die Regierung!


Nadsat

Nadsat ist die Sprache, mit der sich die Haupt- darsteller in "A Clockwork Orange" verständi- gen. Sie ist ein, auf der Basis des Russischen konstruierter, Jugendslang. Aus dem russisch- en "golova" (=Kopf) macht Burgess "gulliver" aus "chorosho" (=gut) "horrorshow" etc.


Übrigens bedeutet das Wort "Droogs" so etwas wie Freunde/Kumpels.

Interessante Links:


Clockork Orange bei Wikipedia Stanley Kubrick
A Clockwork Orange Nadsat bei Wikipedia